{"id":758,"date":"2015-06-15T20:42:45","date_gmt":"2015-06-15T18:42:45","guid":{"rendered":"http:\/\/lfv-oberholz.de\/cms\/?p=758"},"modified":"2015-06-25T20:43:31","modified_gmt":"2015-06-25T18:43:31","slug":"der-alte-mann-und-das-meer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lfv-oberholz.de\/cms\/der-alte-mann-und-das-meer\/","title":{"rendered":"Der alte Mann und das Meer"},"content":{"rendered":"<p>-von Felix Fache &#8211;<\/p>\n<p>Martin G\u00f6tze, Sven Grunert und Frank Maasdorf riefen und alle, alle kamen. Nunmehr schon die 16. Auflage der legend\u00e4ren Ostseetour an einem Tag mit den R\u00e4dern von Leipzig an die Ostseek\u00fcste. Ziel war in diesem Jahr Markgrafenheide mit avisierten 450 km.<br \/>\nF\u00fcr mich war es die elfte Tour und nach zweij\u00e4hriger \u201eZwangspause\u201c ein Wiedereinstieg. <!--more-->Das h\u00e4ngt mit der Termin\u00fcberschneidung seit 2013 mit dem Skatstadt-Marathon in Altenburg zusammen, bei dem ich seit der Premiere immer dabei war. In diesem Jahr habe ich nun die Serie dort abrei\u00dfen lassen und mich wieder mal aufs Rad geschwungen.<br \/>\n120 Gleichgesinnte versammelten sich am 13. Juni ab 3 Uhr auf dem Augustusplatz in Leipzig. Taschen f\u00fcr das Ziel auf den Lkw, Tagesrucks\u00e4cke mit Wechselklamotten und Kleinigkeiten f\u00fcr unterwegs in die Begleitfahrzeuge, Radshirt empfangen, Haftungserkl\u00e4rung unterschreiben, noch einen Happen essen und etwas trinken und schon schlagen die Glockenm\u00e4nner 4 Uhr und die Hatz beginnt. Vorbei an der Neuen Messe auf die B2 nach Bad D\u00fcben. Langsam beginnt es hell zu werden und durch Nebelschwaden kommen die ersten Sonnenstrahlen. &#8211; Ein sch\u00f6ner Tag beginnt. Das Peleton rollt ruhig und gleichm\u00e4\u00dfig dahin, aus den Boxen des F\u00fchrungsfahrzeuges erklingt Musik und die motivierende Stimme von Nicole.<br \/>\nBald schon sind wir hinter Dessau und schon haben wir nach 87 km die erste Pause.<\/p>\n<p>Wenn es weiter so rollt, wird der Zeitplan mehr als nur eingehalten. Aber wie hei\u00dft es \u2013 abwarten und Tee trinken.<br \/>\n\u00dcber Wiesenburg, Ziesar und Hohenseeden erreichen wir G\u00fcsen und damit den 2. Stopp nach ca. 180 km.<br \/>\nNun geht es \u00fcber Fischbeck und Hindenburg nach Werben und schon gr\u00fc\u00dft uns der \u201eDeutsche Hof\u201c und l\u00e4dt zum Mittagessen ein. Essen, Trinken, teilweise Klamotten wechseln und bange Blicke in den Himmel werfen. Die Sonne hat sich hinter Wolken versteckt \u2013 bleibt es trocken? Das zeigt sich nach ca. einer Stunde \u2013 es beginnt zu regnen. Die Stra\u00dfe wird nass und eine vorsichtigere Fahrweise ist angesagt. Bis zur n\u00e4chsten Rast, die wir wegen einer Umleitung von ca. 20 km deutlich sp\u00e4ter\u00a0 nach ca. 340 km erreichen sind die Radler und auch die Stra\u00dfen wieder trocken. Das dicke Ende kommt aber noch.<br \/>\nAuf der Etappe nach B\u00fctzow zum 5. Boxenstopp kommen wir in heftige Schauer, gegen die auch keine Regensachen helfen. Also \u2013 Augen zu und durch. 50 km vor der F\u00e4hre in Warnem\u00fcnde eine kurze Pause in B\u00fctzow zum Essen und Klamotten wechseln. Danach geht es unverz\u00fcglich weiter. Ich zog mich im Begleitbus um, in dem schon einige Aussteiger sa\u00dfen (Schw\u00e4che, St\u00fcrze) und wollte mich wieder ins Feld einreihen \u2013 aber ich sah nur noch das Blaulicht der uns begleitenden Polizeifahrzeuge. Schei\u00dfe !!! Ich schwang mich aufs Rad und wusste nat\u00fcrlich genau, dass ich diese Giganten der Landstra\u00dfe niemals einholen kann. Also 50 km alleine durch Wind und den wieder einsetzenden Regen, der immer k\u00e4lter und st\u00e4rker wurde.<\/p>\n<p>Nach ca. 10 km \u00fcberholte mich ein im Tross mitfahrender PKW, dem ich bedeutete mich im Windschatten hinterher fahren zu lassen. &#8211; Der Wille der Fahrerin war da, aber es ist nicht einfach einen Radfahrer mit entsprechend angepasster Geschwindigkeit hinter sich fahren zu lassen. Nach wenigen km gaben wir die \u00dcbung auf und ich war wieder allein; nicht zu Haus \u2013 sondern auf der Stra\u00dfe!!! Zum Gl\u00fcck kam dann doch etwas sp\u00e4ter einer der uns begleitenden Kleintransporter von \u201eProfiroll\u201c Bad D\u00fcben. Dieser passte seine Fahrweise meinem Tempo an und gab mir Windschatten. So kamen wir \u00fcber Bad Doberan kontinuierlich bis zur F\u00e4hre.<br \/>\nVor Bad Doberan fingen wir noch einen Versprengten ein und ich hoffte schon auf einen Gespr\u00e4chspartner \u2013 aber nein, er stieg samt Fahrrad ein. Hier noch mal mein Dank an Profiroll \u2013 der an der Heckklappe die Aufschrift \u201eWir unterst\u00fctzen den Kinder- und Jugendsport\u201c tr\u00e4gt.\u00a0 Diese kann jetzt erg\u00e4nzt werden: \u201eWir unterst\u00fctzen den Kinder-, Jugend- und Seniorensport\u201c.<br \/>\nAn der F\u00e4hre trafen wir noch einige Pedaleure, die das Feld auch hatten ziehen lassen<\/p>\n<p>m\u00fcssen. \u00dcberfahrt und nach ca. 3km die Lichter des Camps \u2013 inzwischen war es 23 Uhr. Zu meiner \u00dcberraschung waren noch alle Sportfreunde im Speisesaal und\u00a0 sogar noch an der Essenausgabe. &#8211; Soviel sp\u00e4ter waren wir also gar nicht da. Ich war klatsch nass und durchgefroren, schlotterte am ganzen K\u00f6rper. Nach Bier und Essen sah die Welt schon wieder freundlicher aus.<br \/>\nAls aufw\u00e4ndig erwies sich dann f\u00fcr alle noch die Suche nach dem zugewiesenen Bungalow. Wer sich dieses Wirrwarr der Nummerierung ausgedacht hat, wollte wahrscheinlich die NSA auf die falsche F\u00e4hrte locken. Bungalow gefunden, Heizung und Durchlauferhitzer angestellt und \u2013 was und?\u00a0 Wo ist der LKW mit unseren Taschen? Zum Gl\u00fcck hatten wir unsere Tagesrucks\u00e4cke und konnten so doch noch nach dem Duschen mit trockenen Sachen in die Heia gehen. Inzwischen war es 1:30!! Wir waren also fast 24 Stunden auf den Beinen.<\/p>\n<p>Die Nacht war kurz und der LKW mit den Sachen da. Frische Sachen an, fr\u00fchst\u00fccken, Taschen und R\u00e4der verladen und ab an den Strand zur Gigantentaufe.<\/p>\n<p>Martin hatte wie immer flotte Spr\u00fcche, dankte zuerst dem Begleitpersonal und dem medizinischen Dienst, erw\u00e4hnte den Aufwand in der unmittelbaren Vorbereitung (u.a. &#8211; hunderte von Br\u00f6tchen f\u00fcr die Pausen schmieren) und kam dann zur Taufe. Jeder bekam ein paar Tropfen Ostseewasser auf den Kopf und wurde danach zur Urkunden\u00fcbergabe nach vorn gerufen. Diese zeigt 2 Radrennfahrer, die durch knietiefes Wasser fahren \u2013 als h\u00e4tte er gewusst, wie die diesj\u00e4hrige Tour verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Der Taufspruch lautet: schwarzes Gesicht, braune Arme, zitternde Beine und ein wunder Hintern \u2013 gezeichnet von den Strapazen des 450 km lange w\u00e4hrenden Kampfes erreichte<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a0\u201eXYZ\u201c<br \/>\nnach 15:13 Stunden das ersehnte Meer. Damit wurde der Titel<br \/>\nGigant der Landstra\u00dfe<br \/>\nerk\u00e4mpft und darf nun f\u00fcr immer und ewig getragen werden.<br \/>\nDieser Titel berechtigt gleichzeitig zum Tragen einer Rennfahrerm\u00fctze.<\/p>\n<p>Diese Rennfahrerm\u00fctze erhielt dann jeder T\u00e4ufling.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-760 aligncenter\" src=\"https:\/\/lfv-oberholz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/Urkunde-Felix-212x300.jpg\" alt=\"Urkunde Felix\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/lfv-oberholz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/Urkunde-Felix-212x300.jpg 212w, https:\/\/lfv-oberholz.de\/cms\/wp-content\/uploads\/Urkunde-Felix-724x1024.jpg 724w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/p>\n<p>Nun gab es gro\u00dfe Abschiedsszenen, weil ja nicht alle mit den Bussen wieder mit nach Leipzig fuhren und das Versprechen, im n\u00e4chsten Jahr wieder dabei zu sein.<\/p>\n<p>Fazit: der Plan ist eine Vorgabe, wie er umgesetzt werden kann, ergibt sich immer aus den Randbedingungen \u2013 wie auch diesmal: Wind, Regen, K\u00e4lte, die obligatorischen Kopfsteinpflasterpassagen und nat\u00fcrlich, wie jedes Jahr \u2013 l\u00e4ngere Trasse (Umleitung)<\/p>\n<p>Vielleicht gibt es neben Stefan Koitz und Gerrit Ryborz, die ebenfalls mit radelten, doch den oder die Anderen, der\/die das mal selbst probieren m\u00f6chten, wenn es 2016 wieder losgeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>-von Felix Fache &#8211; Martin G\u00f6tze, Sven Grunert und Frank Maasdorf riefen und alle, alle kamen. 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