Glück auf, der Läufer kommt – 18. Kristallmarathon

 – von Benjamin Teufel

Am vergangenen Sonntag fand im südlichen Thüringen der 18. Kristallmarathon im Erlebnis-Bergwerk Merkers statt. 500 Meter unter der Erde kann bei stabilen 21 °C die Halbmarathon- bzw. Marathondistanz absolviert werden. Durchgehend mit dabei: Fahrradhelm und Stirnlampe. Durch das ehemalige Salzbergwerk führt dabei eine ca. 3,3 km lange Strecke, die anschließend 7- bzw. 13-mal absolviert wird. Auf der Runde befinden sich zusätzlich 60 Höhenmeter, die sich demnach zu 420 bzw. 780 Höhenmetern addieren.
 

Doch von vorne! Kurz nach der Ankunft findet die Ausgabe der Startunterlagen noch über der Erde im Besucherzentrum statt. Mit Startnummer und Sporttasche geht es dann in die Schlange vor dem Förderkorb, der 90 Leute auf drei Etagen innerhalb weniger Minuten auf das unterirdische Laufniveau des Tages bringt. Unter Tage angekommen werden Läufer und Besucher auf Fahrzeuge zu je 30 Personen verfrachtet, mit denen dann in rasanter Geschwindigkeit die letzten 2,5 km bis zum Start absolviert werden.
 
Start und Ziel befinden sich im so genannten Großbunker, wo sonst auch Konzerte und Veranstaltungen stattfinden. Kurz vor 10 Uhr stimmt eine Lichtshow die Läufer am Start auf die besondere Herausforderung ein. Es soll aber auch Läufer geben, die diesen Programmpunkt wegen des knappen Zeitplans noch in der Schlange zu den Toiletten verpassten …
 
Drei Oberholzer waren dieses Jahr am Start. Thorsten Schindler hatte sich frühzeitig mit einer kleinen Abordnung des Kulkilauftreffs für den Halbmarathon angemeldet und beendete diesen erfolgreich in 02:35:32 h.
Auch Kay Fietkau ging auf der (verlängerten) Halbmarathon-Distanz an den Start und bekam nach 02:37:11 h im Ziel seine wohlverdiente Medaille um den Hals gehängt.
Ich hatte wegen des begrenzten Anmeldekontingents nur noch einen Marathon-Startplatz bekommen, musste aber auf der achten Runde feststellen, dass das vom Veranstalter gesetzte Zeitlimit für mich an diesem Tage zu ambitioniert sein würde. Entsprechend bekam auch ich nachträglich noch eine Halbmarathon-Wertung außer Konkurrenz (02:26:32 h).
 
Im Anschluss konnten die absolvierten Kilometer noch beim Catering im Großbunker mit Bockwurst und alkoholfreiem Bier gefeiert werden, bevor zunächst der Rückweg an die Oberfläche und anschließend in die heimischen Gefilde angetreten wurde.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Leichtathletik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.