
Fast 100 Stunden im Jahr verbringen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des LFV Oberholz damit, Laufzeiten von Hand den richtigen Startnummern zuzuordnen: Startnummern notieren, Protokolle führen, Videos kontrollieren, Zeiten in Tabellen abgleichen. Notwendige Arbeit am völlig falschen Ort.
Denn während diese Zeit am Rechner verstreicht, wartet im Ziel ein Kind auf seine Urkunde. 500 Meter gelaufen, unter Aufregung und Applaus. Bis das Ergebnis feststeht, vergehen Stunden. Da ist der Moment längst vorbei.
Ab 2027 soll deshalb elektronisch gemessen werden. Ein Transpondersystem verbindet die gemessene Zeit direkt mit der Startnummer. Die manuelle Zuordnung entfällt. Und wer im hinteren Startblock steht, verliert keine Sekunden mehr, die nie gelaufen wurden, denn die Zeit läuft ab dem persönlichen Startmoment.
Was das kostet und wer was trägt
Das vollständige System kostet ca. 20.000 Euro. Der LFV Oberholz bringt 3.000 Euro aus eigenen Mitteln ein. Für die verbleibenden 17.708 Euro einschließlich vier Prozent Plattformgebühr braucht der Verein die Unterstützung der Region.
Der Ausbau erfolgt in Stufen. Ab 5.333 Euro steht die Zeitmessung im Ziel mit Messmatte, Decoder, Veranstaltungsrechner und Netzwerk. Ab da wird elektronisch gemessen statt in Tabellen sortiert. Die weiteren Stufen bringen Ergebnisbildschirme, die Nettozeit ab Startlinie und Zwischenzeiten auf der Strecke.
Eine Anmietung kostet 400 bis 1.000 Euro pro Veranstaltung. Rein finanziell rechnet sich eine eigene Anlage erst nach sechs bis vierzehn Jahren. Es geht dabei nicht ums Sparen, sondern um Unabhängigkeit von Verfügbarkeit und Preisen externer Dienstleister. Und darum, die Anlage später auch Schulen, Nachbarvereinen und weiteren Veranstaltungen in der Region zur Verfügung zu stellen.
Jeder Euro zählt gerade doppelt
Die Sparkasse Leipzig verdoppelt anlässlich ihres 200. Jubiläums jede Unterstützung ab 5 Euro, bis zu insgesamt 2.000 Euro für dieses Projekt. Das gilt, solange der Jubiläumstopf reicht und bis die Fundingschwelle erreicht ist. Frühe Unterstützung wirkt deshalb doppelt.
Die Finanzierung läuft bis zum 30. November 2026. Wird die Schwelle von 5.333 Euro nicht erreicht, geht jeder Beitrag vollständig zurück. Jeder Euro bleibt zweckgebunden für die Zeitmessung.
Hier geht es zur Unterstützung
Eine Unterstützung ist ab 5 Euro möglich. Als gemeinnütziger Verein stellt der LFV Oberholz Spendenquittungen aus.
Wer selbst nicht unterstützen kann oder möchte, hilft mit dem Teilen dieses Aufrufs genauso. Ein Beitrag im WhatsApp Status, auf Facebook oder Instagram kostet nichts und erreicht Menschen, die der Verein allein nie erreichen würde.
Marco Sander
Übungsleiter Kindersport
LFV Oberholz e. V.
